Startseite » Ratgeber » Tipps zur gründlichen Autoreinigung mit dem Staubsauger

Tipps zur gründlichen Autoreinigung mit dem Staubsauger

rat-04-autoreinigung-300Ob nach einer langen Urlaubsfahrt mit den Kindern, nach einem kurzen Ausflug mit dem Hund, oder einfach nur nach dem Tag täglichen Pendeln zur Arbeit – schnell sammelt sich im Inneren eines Autos Schmutz, Tierhaare, Essenskrümel und Sonstiges an.

Muss das Auto dann für den Besuch der Schwiegermutter plötzlich und schnell blitzblank sauber sein, bleibt oft nur der Weg zur Tankstelle um dort mit kostenpflichtigen, zumeist auch nicht unbedingt saugstarken und keinesfalls Polster schonenden Saugstaugern das Auto zu reinigen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie zu Hause am besten Ihr Auto mit einem Staubsauger reinigen können.

Unter der Voraussetzung, dass sie eine Garage mit Stromanschluss, oder einen nahe genug liegenden Parkplatz und ein dementsprechend langes Verlängerungskabel besitzen, können Sie Ihr Auto natürlich mit einem Standard Staubsauger mit Stromanschluss über Kabel reinigen. Bequemer ist hier schon die Alternative ein solches Standard Gerät per Akku betrieben zu besitzen.

Hier gilt zu beachten, dass es oft recht mühsam sein kann, mit solch einem großem und doch etwas unhandlichem Gerät im engen Auto zu hantieren

Ein Staubsauger, bei welchem man den Stiel abnehmen kann, und die Düsen direkt am Schlauch aufsetzen kann ist von großem Vorteil. Das Kabel – falls vorhanden – ist immer etwas hinderlich, doch sollte dies mit ein wenig Geschick durchaus gemeistert werden können.

04-7-severin-hv7158-s-special-carpetcarpetsGehören Sie nicht zu den Glücklichen, mit Parkgelegenheit in unmittelbarer Wohnungsnähe, so können Sie immer noch auf einen Handstaubsauger zurückgreifen. Einfach und universell einsetzbar sind die akkubetriebenen Geräte, welche oft ihre primäre Anwendung in der Küche zur Beseitigung von kleinen Missgeschicken finden.

Durch ihre Handlichkeit überzeugen die Geräte beim Reinigen des Autos, doch die Saugkraft eines durchschnittlichen Handstaubsaugers fällt eher gering aus. Gerade etwas verkrusteter Schmutz oder auch im Polster festsitzende Haare können so nur sehr schwer entfernt werden. Der größte Nachteil von Handstaubsaugern ist jedoch deren Akku Laufzeit. Oft beträgt diese nur zwischen 15 und 20 Minuten, was für eine gründliche Reinigung des Autos im Normalfall nicht ausreicht.

Deutlich länger können Sie mit einem Handstaubsauger arbeiten, welcher über einen 12 Volt Anschluss via Zigaretten Anzünder Ihres Autos betrieben wird. Die Akku Leistung entspricht dadurch der Leistung Ihrer Autobatterie.

Achten Sie dementsprechend darauf, rechtzeitig die Reinigung zu beenden, damit Ihr Auto weiterhin ohne Starthilfe einsatzbereit ist.

Im Vergleich zu den kabellosen, akkubetriebenen Handstaubsaugern ist natürlich auch bei dieser Variante das Kabel ein kleines Hindernis. Doch egal für welche Stromversorgung Sie sich entscheiden – ein guter Staubsauger zur gründlichen Reinigung Ihres Autos sollte noch weitere Eigenschaften mit sich bringen:

  • Handlichkeit: Grundsätzlich gilt: Je kleiner, umso besser. Je kürzer ein starrer Stiel, umso wendiger ist das Gerät. Ein flexibler Schlauch ist durchaus von Vorteil, um in jeden Winkel zu gelangen.
  • Saugkraft: Kraft alleine ist nicht alles, doch gerade bei einem Staubsauger macht diese doch einen großen Teil der Effektivität aus. Vor allem in einem Auto, also einem Bereich welcher durchaus mit sehr starken Verschmutzungen zu kämpfen haben kann, ist es notwendig, dass eine dementsprechende Leistung geboten wird.
  • Düsen, Polsterbürsten und mehr: Um die Saugkraft auch bestmöglich einsetzen zu können, ist es wichtig, dass Sie für die verschiedenen Bereiche in Ihrem Auto die entsprechenden Aufsätze verwenden. Für den Bodenraum, entlang der Türdichtungen, in unzugänglichen Bereichen wie den Ablagen der Seitentüren aber auch im Bereich des Schaltknüppels oder der Handbremse wird eine kleine Düse empfohlen. Für Fußmatten oder auch im Falle eines gefilzten Kofferraumbodens ist ein harter Bürstenaufsatz, im optimalen Fall leicht rotierend, die beste Wahl. Um Ihre Sitze hingegen ordentlich zu reinigen, dabei jedoch nicht zu beschädigen, empfiehlt sich ein Aufsatz zur Reinigung von Polstermöbel.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass der perfekte Staubsauger für die Reinigung Ihres Autos eine – für zumindest eine vollständige und ordentliche Reinigung ihres Autos – ausreichende Akkukapazität aufweist, oder je nach Möglichkeiten per Strom oder Autobatterie betrieben wird. Das Gerät ist nicht zu groß, hat aber im Optimalfall dennoch einen etwas längeren aber flexiblen Schlauch, auf welchem sich verschiedene Düsen mit runden und eckigen Kanten, aber auch Bürstenaufsätze montieren lassen. Die Saugkraft sollte nicht zu schwach sein.

Dyson DC43H im EinsatzHaben Sie sich anhand dieser Kriterien nun für einen Staubsauger entschieden, so gilt es bei der Reinigung noch ein paar weitere Punkte zu berücksichtigen:

Entfernen Sie zu Beginn alles aus Ihrem Auto, das leicht herauszunehmen ist. Dazu gehören Verbandskasten, Pannendreieck, Autoatlas, Warnwesten aber auch die Fußmatten des Innenraumes. Diese klopfen Sie gründlich ab und legen Sie für eine weitere Reinigung zur Seite. Ist Ihr Reserverad in einem Zwischenboden Ihres Kofferraums untergebracht, vergessen Sie diesen nicht. Bei einer gründlichen Reinigung empfiehlt es sich, selbst das Reserverad zu entfernen und den Bereich sorgfältig zu saugen.

Als nächsten Schritt gilt es, den groben Schmutz aus dem Auto zu entfernen. Saugen sie hierzu sämtliche Sitze und deren Lehnen, den Boden des Innenraums, den Kofferraum, aber auch Ablageflächen und Ähnliches ab. Verwenden Sie hierzu bereits unterschiedliche Aufsätze, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, und gleichzeitig Ihr Auto zu schonen.

Wollen Sie Ihr Auto bestmöglich reinigen, so empfiehlt es sich, nun auch die Kunststoffteile beim Armaturenbrett und bei den Autotüren zu reinigen. Verwenden Sie hierzu ein feuchtes Tuch, am besten ohne zusätzliche Reinigungsmittel.

polsterschaumAuch die Sitze können noch gründlicher gereinigt werden. Hierzu ist ein Polstermöbelspray welcher nach dem Trocknen abzusaugen ist die beste Wahl. Beachten Sie hierbei die jeweiligen Warnhinweise, und testen sie den Spray an einer unauffälligen Stelle, ob ihr Sitzbezug das Mittel verträgt. Ist alles im grünen Bereich, sprühen sie Ihre Sitze großzügig ein, und lassen das Mittel trocknen und seine Wirkung entfalten.

Die Zwischenzeit kann perfekt dazu genutzt werden, die Fußmatten und den Boden des Kofferraums ordentlich zu reinigen. Hier empfiehlt sich eine harte, rotierende Bürste, um den verkrusteten Schmutz und hartnäckige Haare zu entfernen.

Nachdem das Polsterreinigungsspray getrocknet ist, müssen die Sitze erneut gesaugt werden. Bei einer direkt anschließenden Verwendung des Autos ist es ratsam, auf den Sitz ein Handtuch auszubreiten, da eine gewisse Restnässe im Polsterbezug bleibt.

Abschließend sollte erneut der komplette Innenraum – diesmal durchaus etwas zügiger – durchgesaugt werden, um das perfekte Resultat zu erzielen. Die Fußmatten und der sonstigen Autoinhalt werden nun wieder eingeräumt, und der Fahrt im vor Sauberkeit funkelnden und glänzenden Auto steht nichts mehr im Wege.