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Von Haustür zu Haustür: Staubsauger im Direktvertrieb

vorwerk-koboldSeit vielen Jahrzenten besuchen redselige Verkäufer die deutschen Haushalte, um Staubsauger zu präsentieren, die die Kunden begeistern sollen. Tatsächlich nutzen zahlreiche Verbraucher bis heute die Gelegenheit, um eine derartige Reinigungshilfe zu erwerben. Diese Geräte werden häufig von Spezialisten produziert, die besondere Maschinen für den direkten Verkauf an den Haustüren erschaffen. Derartige Staubsauger werden bis in die Gegenwart produziert. Auch in heutigen Zeiten gilt der Verkauf an der Haustür, der durch den Direktvertrieb realisiert wird, als wichtiger Geschäftszweig, der hunderttausende Menschen beschäftigt.

Dem Verkauf von Staubsaugern und anderen Waren haben sich in Deutschland mehr als 800.000 Personen verschrieben, die in diesem Berufszweig tätig sind. Dabei waren es vor mehr als 80 Jahren wesentlich weniger Menschen, die mit dem Direktvertrieb von Staubsaugern begannen. In diesem Artikel erfahren Sie nicht nur, wie der Verkauf von Reinigungsgeräten durch umtriebige Vertreter angekurbelt wurde. Wir informieren Sie auch über den derzeitigen Zustand des Direktvertriebs, dem in den letzten Jahren eine große Konkurrenz erwachsen ist.

Die Geschichte des Hausverkaufs

Der Verkauf von Staubsaugern beginnt schon vor vielen Jahrzehnten. In den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelten findige Ingenieure neuartige Staubsauger, die sich von den vorherigen Modellen unterschieden. Sie waren nicht nur wesentlich kleiner, sondern auch sehr viel preisgünstiger. So konnten sich ärmere Menschen das Reinigungsgerät leisten, das damals ein begehrtes Statusobjekt war. Für diese Personen entwickelten Erfinder, die für das Unternehmen Vorwerk tätig waren, einen innovativen Sauger.

Der Konstrukteur Engelbert Gorissen, der ein Angestellter des 1883 begründeten Familienunternehmens war, entwarf 1929 den Kobold 1. Dieses Produkt war einer der ersten Staubsauger der Weltgeschichte, der kompaktere Formen besaß. Vorherige Staubsauger waren zumeist große und sperrige Konstruktionen, die auf Pferdewagen montiert wurden. Der Schlauch dieser gewaltigen Reinigungsmaschinen wurde durch die Fenster der Menschen gesteckt, die sich den teuren Service leisten konnten. Mit dem Kobold und mit vergleichbaren Saugern, die in dieser Zeit in Europa und in Amerika produziert wurden, existierten fortan günstigere Reinigungsalternativen.

vorwerk-staubsaugerAllerdings hatten die kompakten Geräte, die zum ersten Mal in den Kaufhäusern standen, zunächst ein Problem. Schließlich wurde die Reinigungshilfe damals viel zu selten gekauft, weil die Funktionen der Sauger noch unbekannt waren. Daher entstand bei Vorwerk ein Gedanke, der im Jahr 1930 umgesetzt wurde. Das Unternehmen setzte Vertreter ein, die die potentiellen Kunden in ihrem Wohnraum aufsuchten. Dort präsentierten sie das neuartige Gerät in der Praxis. So avancierte der erste Kobold-Staubsauger doch noch zum Verkaufsschlager, der in zahlreichen Haushalten eingesetzt wurde.

Das Prinzip des Direktverkaufs wurde zum Erfolgsmodell. Vor allem in den Jahren des Wirtschaftswunders verkauften die umtriebigen Vertreter hunderttausende Reinigungsgeräte, die nicht nur von Vorwerk stammten. Schließlich orientierten sich andere Unternehmen, die ebenfalls Staubsauger produzierten, an dem Verkaufsprinzip. Daher wurden in den kommenden Jahrzehnten auch die Reinigungsgeräte der Konkurrenz direkt an der Haustür verkauft. Trotz wachsender Konkurrenz, die in den kommenden Jahrzehnten entstand, wird diese Form des Verkaufs weiterhin praktiziert. Daran haben neue Warenhäuser, in denen zum Beispiel ausschließlich Elektroartikel offeriert werden, nichts geändert.

In den vergangenen Jahren ist dem Direktvertrieb aber eine mächtige Konkurrenz entstanden. Zwar werden mit immer noch zahlreiche Verkäufer durch Staubsauger-Vertreter getätigt, allerdings existiert eine neue Konkurrenz, die vor wenigen Jahren noch nicht vorhanden war. Schließlich existieren mittlerweile Onlineshops, die zahlreiche Staubsauger zu günstigen Preisen offerieren.

Aktuelle Entwicklungen im Überblick

thermomixAlleine für das Unternehmen Vorwerk, das die Tradition des Direktvertriebs begründete, sind mittlerweile mehr als 600.000 Menschen tätig. Zu den 22.000 Menschen, die beim Unternehmen feste Anstellungen besitzen, kommen weitaus mehr Personen, die die Produkte des Herstellers vertreiben. Dazu gehören nicht mehr nur Staubsauger, sondern auch andere Geräte. Zwar produziert das Unternehmen aktuelle Ausführungen seiner Reinigungshilfe, die immer noch Kobold heißt, allerdings sorgte der Hersteller in den vergangenen Jahren vor allem seinem Küchengerät Thermomix für Aufsehen. Zahlreiche Nutzer begeisterten sich für diese Maschine, die viele Zubereitungsmöglichkeiten umsetzen kann. Der Thermomix zerkleinert nicht nur, sondern mixt und kocht die Zutaten, sodass delikate Speisen entstehen können.

Allerdings hat diese Konstruktion Konkurrenz bekommen. Schließlich stellen andere Unternehmen ebenfalls derartige Küchengeräte her, die über den Einzelhandel erhältlich sind, wodurch größere Verfügbarkeit für den Verbraucher entsteht. Hier wiederholt sich eine Geschichte, die Vorwerk bereits erlebte. Schließlich trug das Unternehmen mit seinem ersten Kobold durchaus zum Bekanntheitsgrad des Staubsaugers bei. Letztendlich entschieden sich aber nicht alle Verbraucher für ein Modell von Vorwerk, sondern für ein Reinigungsgerät der Konkurrenz.

Zugleich werden weiterhin nicht nur Maschinen von Vorwerk, sondern auch von anderen Herstellern über Vertretet offeriert. Beispiele sind der durch den Fernsehsender RTL II bekannt gewordene Nasssauger MILBI, der die Raumluft verbessern soll, oder die Produkte des Unternehmens Lux, das aus der Schweiz stammt. Dieser Hersteller, dessen Ursprünge sich bis in das Jahr 1901 zurückverfolgen lassen, ist ebenfalls im Direktvertrieb aktiv. Die heutigen Vertretet des Unternehmens bieten Reinigungsgeräte, die an der Haustür verkauft werden. Allerdings können Verbraucher manche Sauger, die eigentlich an der Haustür erhältlich sind, auch im Netz erstehen. Dort ist eine starke Konkurrenz entstanden, die viele Hausverkäufer fürchten.

Trotzdem bleibt der Direktverkauf eine Alternative zum Online- und Einzelhandel, die durchaus erfolgreich ist. Zwar bieten die Verkäufer meistens nur ein einzelnes Modell an, allerdings können Sie Kunden trotzdem häufig überzeugen. Das wird auch durch Studien belegt, die an verschiedenen Universitätsstandorten der Bundesrepublik durchgeführt werden. Laut jährlichen Untersuchungen der Universität Mannheim greifen Kunden gerne an der Haustür zu. Im Jahr 2014 wurden, laut einer repräsentativen Umfrage, Produkte und Dienstleistungen im Wert von mehr als 15 Milliarden Euro in Wohnungen oder einer ähnlichen Umgebung erworben.

Sie sollten allerdings nicht auf einen Vertreter warten, wenn Sie für Sauberkeit sorgen wollen. Schließlich gibt es im Internet zahlreiche Onlineshops, die hochwertige Staubsauger von unterschiedlichen Produzenten im Sortiment führen. Auf dieser Internetseite finden Sie eine Vielzahl von Produktberichten, mit denen wir über die Modelle informieren, die viele Shops anbieten. So müssen Sie nicht auf den redseligen Händler warten, weil Sie bereits einen leistungsfähigen Staubsauger besitzen, der für wirkliche Reinheit sorgt.